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Gabriele Mastrojanni, Montalcino

Erinnern Sie sich noch? Ein Mastrojanni Rosso ist ein Mastrojanni Rosso ist ein Mastrojanni Rosso. Das schrieb ich in unserem letzen Rosso-Teilkatalog. Und heute? Ein Mastrojanni Brunello ist ein... Den Rest können Sie sich denken.

Der römische Notar hatte in den langen Jahren seiner Tätigkeit für die Europäische Gemeinschaft in Straßburg eine Vorliebe für die Weine des Bordelais entwickelt. Mitte der 70er Jahre konnte er auf dem neu erworbenen Gut Loreto e San Pio seine Idee, dem Brunello die Eleganz und Frucht eines Bordeaux zu verleihen, endlich in die Tat umsetzen.

Der Önologe Pino Zardetto hatte maßgeblichen Anteil an dieser schwierigen Arbeit, die sich schließlich lohnen sollte. Seit fünf Jahren nun leitet Sohn Antonio das Weingut.

Heute kommt von den Weinbergen in idealer Südlage ein feinblumig eleganter Brunello mit einem unverwechselbaren Aroma wilder Beeren. Der Wein wird praktisch nur aus Vorlaufmost hergestellt, die späte Lese der Trauben bringt weitere Kraft in die extrem niedrige Saftausbeute. Erst drei Monate nach dem Einbringen der Ernte entscheidet Antonio Mastrojanni schließlich, welche der einzeln vinifizierten Weinbergerträge zum Brunello reifen dürfen. Das fällt ihm angesichts der durchgängig hohen Qualität nicht selten ziemlich schwer. So ist es denn auch kaum ein Wunder, daß Mastrojannis Rosso so beliebt ist, daß er bei Drucklegung meines Katalogs schon fast ausverkauft ist.

Übrigens: Zur Seite steht dem Winzer mittlerweile als Consultant der Top-Önologe Dr. Maurizio Castelli. Sicherlich bedeutet das eine interessante Perspektive für das Weingut. Wir dürfen gespannt sein.